27 Jan

AfD greift erneut auf Mediation zurück

veröffentlicht 27. Januar 2018 abgelegt unter Aktuell, Mediation, Politische Kolumne

Nachdem im Sommer 2016 bereits ein Mediator zur Vermittlung des Konflikts innerhalb der aufgespaltenen AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg beauftragt wurde (DIE MEDIATION berichtete), scheint die AfD erneut Handlungsbedarf zu sehen.

© fotolia

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Wie FAZ.net heute berichtete soll ein schwelender Konflikt in der Bundestags-Fraktionsspitze mediiert werden. Unter anderem soll es dabei um einen Konflikt zwischen der Fraktionschefin Alice Weidel und dem parlamentarischen Geschäftsführer Bernd Baumann gehen.

Auf einer Klausurtagung in Brandenburg im März 2018 soll ein Mediator die Konfliktlage mittels “Teambuilding-Übungen und psychologischen Coaching” auflösen. Welcher Mediator mit dem Fall beauftragt wurde ist bislang nicht bekannt.

Inwieweit der Konfliktlösungsversuch tatsächlich die Struktur einer Mediation entspricht ist fraglich. Besonders interessant wäre zu erfahren, was unter “unpsychologischen Coaching” zu verstehen wäre, wenn man vorgibt ein “psychologisches Coaching” durchführen zu wollen. Außerdem liegt der Gedanke nahe, dass es das vordergründige Interesse der Fraktionschefin Alice Weidel sein könnte, die Fraktion hinter sich zu vereinen und gewissermaßen “auf (ihre) Linie” zu bringen. Wie dies dann mit einer Ergebnisoffenheit des Verfahrens in Einklang zu bringen wäre, bliebe fraglich.

Die letzte Mediation innerhalb der AfD, die im Jahr 2016 von einem großen medialen Interesse verfolgt wurde, mündete in einer Wiedervereinigung der aufgespaltenen Landtagsfraktion im Landtag von Baden-Württemberg.

 

Ein Kommentar zu AfD greift erneut auf Mediation zurück

  1. Ch. Bauch says:

    … ich bins bis jetzt nicht …

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