14 Jul

Arbeitsgericht in Beijing nutzt WeChat zur Lösung von Konflikten

veröffentlicht 14. Juli 2014 abgelegt unter Allgemein

0019b91eca16152adb982fEin Gericht in Beijing hat damit begonnen, soziale arbeitsrechtliche Konflikte über soziale Medien zu lösen. Dies könne den Richtern dabei helfen, Zeit zu sparen und effizienter zu arbeiten, berichtete die Beijing Youth Daily (BYD) am Donnerstag.

Das mittlere Volksgericht Nr.2 in Beijing hat laut BYD vor kurzem einen öffentlichen WeChat-Account eröffnet, um bei Streitfällen eine Mediation anzubieten.

Wang Dong, Direktor der Abteilung für Arbeitsstreitfälle am Gericht, sagte gegenüber der BYD, dass die Richter einfach zu beschäftigt seien, um für die Prozessparteien einen Termin für eine Mediation am Gerichtshof zu vereinbaren.

„Wir hatten mehr als 1400 Fälle in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres, aber nur 11 Richter. Die hatten wirklich viel zu tun“, sagte Wang gegenüber der BYD. Manchmal sei es schwierig, die streitenden Parteien zu erreichen – nicht zuletzt auch deswegen habe man sich entschlossen, den in China fast allgegenwärtige Sofortnachrichtendienst WeChat zu benutzen, um die Mediationsverfahren zu beschleunigen.

„Denjenigen, die dazu bereit sind, geben wir bei einer Mediation in unserer WeChat-Gruppe die Möglichkeit, miteinander eine Lösung für ihre Probleme zu finden“, sagte Wang. Wenn die Teilnehmer es bei der Mediation schaffen, ihre Probleme zu lösen, müssen sie nur noch beim Gericht vorbeikommen und ein Ergebnisprotokoll unterzeichnen.

Laut der Beijing Youth Daily sei dies das erste Mal, dass ein Beijinger Gericht soziale Medien eingesetzt habe, um in Streitfällen zu vermitteln.

Quelle: german.china.org.cn

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