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        <name>Die Mediation</name>
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    <updated>2026-04-15T02:47:15+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Weniger Aufgeregtheit täte uns allen gut</title>
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                  Ein Buch über aktuelles Faktenwissen zeigt uns auf, dass die Welt besser wird – nicht überall gleich viel, aber Schritt für Schritt.   
   Der leider schon 2017 verstorbene  Hans Rosling  war Professor für internationale Gesundheit und hat unter anderem die „ Gapminder-Stiftung zur verständlichen Aufbereitung von Statistiken “ gegründet. In seinem Buch: „ Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist “ geht es um das Phänomen, dass sehr viele Menschen dazu neigen, Fakten fehlzuinterpretieren, selbst wenn sie sie schwarz auf weiß vor sich liegen haben. Dazu nutze er offiziellen Daten von Weltbank, Weltgesundheitsorganisation und stellte eigene Recherchen an.   
   Auch für Mediatoren dürfte das Buch interessant sein, denn Aufgeregtheit und „individuelle“ alternative Fakten begegnen uns auch in Mediationen, vor allem wenn es um hocheskalierte Emotionen geht. Gut, wenn wir ein wenig mehr über die Wirkung unserer Instinkte zu erfahren. Zum Beispiel unsere Neigung, das Schlechte aufmerksamer Wahrzunehmen als das Gute. Den Instinkt der Negativität.   
   Oder der Instinkt der Schuldzuweisung. Dieser Instinkt „strebt danach, einen klaren und einfachen Grund dafür zu finden, warum etwas Schlimmes passiert ist.“ Viele Menschen sind schnell dabei, nach einem Schuldigen zu suchen, um diesen Instinkt zu befriedigen.    
   Mehr über Schuld und Verantwortung können Sie übrigens auch in der  aktuellen Ausgabe der MEDIATION  erfahren.     
    Veraltete Fakten und unser Instinkt leiten uns in die Irre    
 „  Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen, menschengemachte Katastrophen, Korruption. Schreckliche Dinge passieren, und es fühlt sich an, als ob alles immer nur noch schlimmer wird, richtig? Die Reichen werden reicher, und die Armen werden ärmer. Und die Zahl der Armen nimmt immer weiter zu. Und bald werden uns die Ressourcen ausgehen, es sei denn, wir unternehmen etwas dagegen, und zwar sofort.“   
    
 © fotolia | freshidea 
 
   Ein Grund für dieses Denken ist, dass wir unbewusst auf veraltete Daten zurückgreifen, die wir vielleicht noch aus der Schule haben und sie nicht mit den aktuellen Fakten„geupdatet“ haben. Doch Welt ändert sich ständig, veraltete Fakten führen zu falschen Schlüssen.   
   Aber vor allem das menschliche Hirn spielt dabei eine große Rolle. Noch heute sind wir mit Instinkten fest verdrahtet, die vor Millionen von Jahren über Tod oder Leben unserer Vorfahren bestimmten. „Wir brauchen diese dramatischen Instinkte nach wie vor, um unserer Welt Bedeutung zu verleihen.“ Ohne unsere Instinkte müssten wir jede noch so kleine Information erst einmal filtern und jede Entscheidung rational analysieren. Doch wir werden heute nicht mehr von Säbelzahntigern bedroht und wir müssen uns keine Fettschicht für den Winter anessen. Es geht heute darum, „unseren Dramenkonsum in den Griff zu kriegen. Heute ist eine andere Zeit und sie braucht einen anderen Umgang. Dramatisierung führt uns regelmäßig in die Irre.    
    Es gibt enorme Fortschritte    
   Die extreme Armut hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als halbiert, Hungerkatastrophen werden schneller und besser bekämpft, der Anteil unterernährter Menschen weltweit ist von 28 Prozent in 1970 auf 15 Prozent in 2017 gesunken. 88 Prozent der einjährigen Kinder haben 2016 eine Impfung erhalten. Entgegen dem Glauben, die Gewaltverbrechen nähmen zu, sanken sie in den USA beispielsweise von 14,5 Millionen (1990) um gut ein Drittel auf 9,5 Millionen in 2016.    
   Roslings Intention war, irrationalen Ängsten entzugegenzuwirken, um Energien für konstruktives Handeln freizumachen.   
    Testfragen machen überdramatisierte Weltsicht deutlich    
   Gleich zu Anfang des Buches stehen 13 Test-Fragen zum Wissen über die Welt. Zum Beispiel, ob sich der Anteil der in extremer Armut lebenden Weltbevölkerung nahezu verdoppelt, nicht oder unwesentlich verändert oder ob sie sich deutlich mehr als halbiert hat. Oder wie viel Prozent der Menschen ein gewisses Maß an Elektrizität haben, 20, 50 oder 80 Prozent (es sind 80). Diese Fragen hat er mehreren tausend Menschen in verschiedenen Ländern gestellt.    
   Mit Fakten gegen Angst und Vorurteile    
   Rosling war sehr überrascht, als die Befragten die Lage in der Welt weit negativer einschätzen, als sie mit Daten belegbar ist. Um auf den Grund dieser Fehleinschätzungen zu kommen, forschte er weiter im Bereich der Instinkte und identifizierte dabei zehn verschiedene menschliche “Instinkte”, darunter die Angst, die Negativität, die Dringlichkeit oder die Schuldzuweisung, die er lebendig und in einer humorvollen Weise ausführlich beschreibt.   
   Das Buch bietet ein unendliches Kompendium an Daten und Fakten, um uns ein realistisches aktuelles Weltbild zu vermitteln – anstelle von alternativen Fakten und Fakes. Ein Weltbild, das weniger bedrohlich wirkt, als das, was man aktuell den Medien entnehmen kann.    
   Auch Barack Obama hat im August das Buch gelesen. Auf seiner  Facebookseite  schreibt er: „Ein hoffnungsvolles Buch über das Potential menschlichen Fortschritts, wenn wir auf Basis von Fakten arbeitet und nicht vor Vorurteilen.“   
   Als Hans Rosling im vergangenen Jahr starb, haben sein Sohn und seine Schwiegertochter das Buch beendet und veröffentlicht.   
  Hans Rosling, Anna Rosling Rönnlund, Ola Rosling:   Factfulness.   Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Ullstein. Berlin 2018  
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                            <updated>2019-08-20T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Wie sich Rechtsradikale und Islamisten gleichen</title>
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                                            Die Anfälligkeit für radikale Positionen war laut Experten noch nie so groß wie heute.
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    Die Anfälligkeit für radikale Positionen war laut Experten noch nie so groß wie heute.       Gewaltbereitschaft und terroristische Straftaten in Deutschland nehmen zu. 2016 gab es lauf B      undeskriminalamt knapp 1.600 rechtsmotivierte Gewalttaten. Mehr als 23.000 Menschen sind rechtsextremen Organisationen zuzurechnen.  Man schätzt die Zahl der Salafisten auf 10.800 (Stand Dezember 2017) , 730 Personen (Stand Februar 2018) werden als Gefährder eingestuft.     
   Die Extremismusforscherin  Julia Ebner  hat undercover und länderübergreifend sowohl gewaltbereite rechte als auch islamistische Gruppierungen und deren interne Kommunikation in geheimen Online-Netzwerken unter die Lupe genommen. Sie hat sich mit vielen Rechtsradikalen und Islamisten persönlich getroffen, mit ihnen geredet, gechattet, Szenekneipen und Demos besucht. Und vor allem viel zugehört.    
   Beide Gruppierungen machen sich zum Opfer   
   Die Werdegänge der jeweiligen Anhänger ähneln einander. Ihre Sichtweisen wirken teils spiegelverkehrt, und beide reagieren direkt auf Rhetorik und Handlungen des jeweils anderen. Aufgrund ihrer Recherchen zeigt Julia Ebner in ihrem Buch auf, wie Islamismus und Rechtsradikalismus sich gegenseitig ergänzen und verstärken und damit unsere Demokratie gefährden.   
   In geheimen Netzwerken und auch öffentlich schüren beide Gruppierungen Hass mit ihrer hetzerischem Rhetorik und diversen Verschwörungstheorien. Sie stilisieren sich und ihre Anhänger zum Opfer, alle anderen werden zum Feind. Beide Gruppierungen erzählen sich Geschichten wie die, dass es einen Krieg zwischen Muslimen und Nichtmuslimen gibt mit der Strategie, die Menschen zu Polarisieren und sie so auf die eine oder andere Seite zu treiben.   
   Was wir dagegen setzen können   
   Ziel der Autorin ist es, die Ursachen der wechselseitigen Radikalisierung zu erforschen. Ihr geht es darum, die Faktoren zu verstehen, die die demokratische Gesellschaft auseinandertreibt. Denn: „Diese Faktoren zu ihren Ursprüngen zurückzuverfolgen und die Triebkräfte zu verstehen, die den Nährboden für die Radikalisierung auf beiden Seiten bilden, ist eine Grundvoraussetzung, um die Extremismusspirale zu durchbrechen und künftige Terroranschläge zu verhindern.“   
   Sie wirbt für mehr politische Umsicht. „Der Terrorismus selbst stellt keine existenzielle Bedrohung für die westlichen Länder dar, aber unbedachte und unverhältnismäßige Reaktionen darauf können eine sein. Wichtig sei, „Pseudowissen“ etwa über den Islam zu bekämpfen. Rechtspopulisten und Islamisten hätten diese Religion „so stark verfälscht, dass die Linien zwischen Islam und Islamismus in der Öffentlichkeit immer stärker verwischen.“   
   Ebner fordert die Kreativität heraus, um den Blick von vermeintlichen Gegnern auf die tatsächlichen Probleme und Herausforderungen unserer Gesellschaft zu lenken: auf Umweltzerstörung, Armut oder Hunger. Gelänge es, diese realistische Einsicht zu erwirken, so die Autorin, könne darin „die größte Chance des 21. Jahrhunderts“ liegen.    
   Hier ist auch die Mediation gefragt, ihre Kreativität, ihre Kompetenz in Kommunikation, ihre interkulturelle Kompetenz, ihre allparteiliche Haltung (statt Polarisierung), um die Diskussionen weg vom Populismus zu lenken und Verschwörungstheorien zu entlarven.     
   Frau Ebner beginnt am Donnerstag, 15.3.18, ihre Lesereise auf der Leipziger Buchmesse, weitere Stationen sind Frankfurt, Wien und Berlin.    
    Quellen:    
     J ulia Ebner: Wut. Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen. Theiss Darmstadt    
     https://www.focus.de/politik/experten/auszug-aus-julia-ebners-buch-wut-forscherin-entlarvt-perfide-strategie-aus-5-bausteinen-stricken-extremisten-propaganda_id_8570808.html     
     http://www.ardmediathek.de/radio/Resonanzen/Terror-Julia-Ebner-%c3%bcber-ihr-Buch-Wut/WDR-3/Audio-Podcast?bcastId=33671978&amp;amp;documentId=50520486     
    https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2018-03-08/wie-sich-islamisten-und-rechtspopulisten-gegenseitig-bestaerken    
 
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                            <updated>2019-08-05T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Rezension „Die narzisstische Gesellschaft. Ein Psychogramm“</title>
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                                            Hans-Joachim Maaz ist mit „Die narzisstische Gesellschaft“ ein bedeutsames Buch gelungen, das an seine bekannten und grundlegenden Bücher „Der Gefühlsstau“ (Argon 1990) und „Der Lilith-Komplex“ (C.H.Beck 2003) anschließt.
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  von Matthias Stiehler  
 Hans-Joachim Maaz ist mit „Die narzisstische Gesellschaft“ ein bedeutsames Buch gelungen, das an seine bekannten und grundlegenden Bücher „Der Gefühlsstau“ (Argon 1990) und „Der Lilith-Komplex“ (C.H.Beck 2003) anschließt. War „Der Gefühlsstau“ bei seinem Erscheinen als Beschreibung der gerade untergegangenen DDR zu verstehen, legt der Autor nun ein Psychogramm der kapitalistischen, auf Leistung und Wachstum geeichten Gesellschaft vor. 
    
 Abb.: Cover „Die narzisstische Gesellschaft“;  Bildquelle: © Verlag C.H.Beck 
 
 Ihm gelingt es, mit der Erklärungsfolie des Narzissmus ein zentrales Merkmal unserer Zeit zu entwickeln, das die individuelle, die soziale und die gesamtgesellschaftliche Ebene gleichermaßen anspricht. Geltungssucht, Gier, Wachstumsideologie und selbstzerstörerische Leistungsbereitschaft werden nicht nur als wesentliche Merkmale unserer Gesellschaft beschrieben; Maaz fragt auch nach deren Ursachen. Die sieht er zunächst in der individuellen Sozialisation, insbesondere in einem Mangel an Liebe, Zuwendung und Wertschätzung in der frühen Kindheit. Das daraus resultierende Minderwertigkeitsgefühl münde in der Überzeugung, nicht wirklich liebenswert zu sein, und bestimme das Handeln der Betroffenen noch im erwachsenen Leben. 
 Maaz beschreibt zwei entgegengesetzte Formen, das Gefühl von Minderwertigkeit zu kompensieren. Da sind zum einen die, die auch gern im alltäglichen Sprachgebrauch als „Narzissten“ bezeichnet werden. Sie stellen sich überzogen dar und sind geltungssüchtig. Manchmal wird diesen Menschen ein „gesundes Selbstbewusstsein“ bescheinigt, das aber bei genauerem Hinsehen nicht überzeugt. Wir merken es daran, dass uns ihr Gehabe schnell nervt. Es gibt aber auch die anderen, diejenigen, die ihr Licht unter den Scheffel stellen. Sie verharren in ihren Minderwertigkeitsgefühlen und möchten niemandem zur Last fallen. Auch diese Menschen nerven schnell, wenn sie ihr Verhalten übertreiben. Maaz zeigt die einen als gefangen im „Größenselbst“, die anderen als im „Größenklein“ verhaftet. Doch keiner der beiden Kompensationsversuche frühkindlicher Nöte ist besser als der andere. Sie sind gleichermaßen Ausdruck einer narzisstischen Persönlichkeit, die Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erheischen sucht. Die einen wollen durch Grandiosität ihren frühkindlichen Mangel kompensieren. Die anderen buhlen durch zur Schau getragene Bescheidenheit um Zuwendung. 
 Maaz geht noch über die individuelle Ebene hinaus und charakterisiert unsere Gesellschaft als eine narzisstische. Dies sei in zweifacher Hinsicht zu erleben. Zum einen sei die Sucht nach einem ständigen Mehr und die Leugnung natürlicher Begrenzungen von Wachstum ein Hauptproblem des Kapitalismus. Maaz sieht darin das Streben der Menschen, den inneren Mangel an Liebe durch Konsum und Gier zu betäuben. Zum anderen biete die Bühne der Öffentlichkeit in unserer Gesellschaft gerade besonders ausgeprägten Narzissten die Möglichkeit zur Selbstdarstellung. Hier stellt Maaz das Kollusive dieses „Spiels“ dar. Denn nur dort, wo genug Menschen im Größenklein gefangen sind, können sich andere in ihrer Persönlichkeit aufblähen. Damit lässt sich die narzisstische Gesellschaft als ein Zusammenspiel der sie gestaltenden Menschen (also uns!) verstehen, das den Schmerz über den erlebten Mangel abwehrt. 
 Trotz der manchmal für den Leser schmerzhaften Analyse sind die Ausführungen von Maaz immer auch von Verständnis und Empathie geprägt. Er zeigt zudem, dass bei aller Unauflösbarkeit der frühen Defizite ein gutes – und ich möchte auch sagen: anständiges – Leben möglich ist. Doch dafür sei es notwendig, sich mit der eigenen Problematik auseinanderzusetzen und die Verantwortung für die eigene Kompensation narzisstischer Defizite nicht anderen (Partnerinnen und Partnern, „den“ Männern und „den“ Frauen, „denen da oben“ usf.) zuzuschieben, sondern selbst zu übernehmen. 
 Maaz gelingt es, all diese Tatsachen mit einer klaren, auch für Laien verständlichen Sprache darzustellen. Möglicherweise macht ihm mancher gerade das zum Vorwurf: Die Welt sei doch viel zu komplex, als dass ein solches Erklärungsmuster ausreichen würde. Doch lässt sich nicht gerade in den vielen komplizierten Erklärungen des Weltgeschehens, die uns täglich vorgesetzt werden, eine geschickte Abwehr erkennen? Wenn alles so kompliziert ist, brauche ich ja selbst keine Verantwortung zu übernehmen, kann ich die Schuld im nicht veränderbaren „Großen und Ganzen“ sehen und meinen eigenen Narzissmus weiter pflegen. Genau diese Haltung sollte nach der Lektüre des Buchs von Hans-Joachim Maaz der Vergangenheit angehören. 
  C.H.Beck 4. Aufl. 2013. 236 S. 17,95 Euro. ISBN 978-3-40664-041-4  
 
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