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        <name>Die Mediation</name>
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    <updated>2026-04-29T09:19:38+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Forschungsbericht des KIT zur außergerichtlichen Streitbeilegung im Bauwesen</title>
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                 Die Verfahren der außergerichtlichen Streitbeilegung haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend professionalisiert und kommen in unterschiedlichen Bereichen vermehrt zum Einsatz – beispielsweise bei Familienangelegenheiten oder innerhalb von Unternehmen, die interne Konflikte mediativ gelöst haben wollen. 
 Das alternative Konfliktbearbeitungsmethoden an Wichtigkeit gewonnen haben, zeigen wissenschaftliche Studien, die sich in letzter Zeit intensiv mit der Thematik der  Alternative Dispute Resolution  (ADR) beschäftigen. 
 Alternative Streitbeilegungsmethoden kommen je nach Branche in Deutschland unterschiedlich stark zum Einsatz 
  
 Quelle: Fotolia©| Corgarashu 
 
 Eine der aktuellsten Erkenntnisse besteht u.a. darin, dass die ADR-Verfahren in Deutschland je nach Branche unterschiedlich stark Anwendung finden. Im Bauwesen beispielsweise – wo das Auftreten von Konflikten sehr häufig der Fall ist – werden Streitigkeiten i.d.R. ausschließlich über Rechtsverfahren bearbeitet. So wurden um Jahr 2014 ca. 70.000 Baukonflikte im Rahmen von Gerichtsverfahren bearbeitet und nur 1.750 Fällen wurden mit ADR-Verfahren gelöst. 
 Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung im Bauwesen (DGA-Bau) in Kooperation mit dem Institut für Technologie und Management im Baubetrieb (TMB) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), einen Forschungsbericht veröffentlicht. Unter der Leitung von Prof. Dr. Shervin Haghsheno und Ana Miguel Schilling, M.Sc., untersuchen die Autoren die Ursachen der Bevorzugung von Gerichtsverfahren gegenüber der außergerichtlichen Streitbeilegung durch Streitparteien im Bauwesen. 
 Dabei identifizieren die Autoren Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse, die sich auf relevante Literatur und Experteninterviews stützt, die Ursachen der Bevorzugung von Gerichtsverfahren bei Baukonflikten. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse, werden in einem weiteren Schritt Maßnahmen formuliert, die einen Beitrag dazu leisten können, die identifizierten ADR-Anwendungshemmnisse abzubauen. 
 Zu den interviewten Personen gehören Vertreter unterschiedlicher Gruppen, die an Bauvorhaben beteiligt sind. Dazu zählen: Öffentliche Bauherren, Gewerbliche Bauherren, Bauunternehmen, Planungsunternehmen, Beratende Rechtsanwälte und Versicherungsgesellschaften. 
 Ergebnisse der Forschungsstudie 
  
 Quelle: Fotolia©| Corgarashu 
 
 Haghsheno und Schilling konnten anhand der Auswertung der Interviews, sieben Ursachenkategorien identifizieren, welche die Bevorzugung von Gerichtsverfahren im Gegensatz zu ADR-Verfahren erklären: 
 
 Fehlende Kenntnisse und Erfahrungen hinsichtlich ADR-Verfahren 
 Fehlende Kompetenzen und kulturelle Aspekte im Umgang mit Konflikten 
 Systemische Widerstände aus der Organisation der Konflikt-parteien 
 Systemische Widerstände aus der spezifischen Konfliktsituation 
 Rolle der externen Rechtsberater 
 Verfahrensspezifische Ursachen – ADR-Verfahren 
 Verfahrensspezifische Ursachen – Gerichtsverfahren 
 
 &amp;nbsp; 
 Eine detaillierte Analyse zu diesen einzelnen Kategorien findet sich im Forschungsbericht. Das Forschungsteam hat zudem auch noch einen Handlungsleitfaden entwickelt, der mögliche Maßnahmen zur Beseitigung der identifizierten Hemmnisse und Widerstände in Bezug auf ADR-Verfahren beinhaltet. Insgesamt leiten die Autoren fünf Handlungsfelder ab: 
 
 Information und Kommunikation 
 Ausbildung und Weiterbildung 
 ADR-verfahrensspezifische Maßnahmen 
 Maßnahmen in den Organisationen der Streitparteien 
 Regulatorische Maßnahmen zur Förderung von ADR-Verfahren 
 
 &amp;nbsp; 
 Ziel des Forschungsberichtes besteht darin dazu beizutragen, neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des Konfliktmanagements in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu gewinnen und zudem über Möglichkeiten der alternativen Streitbeilegungsmethoden aufzuklären. 
  Der Forschungsbericht steht sowohl auf der Website der DGA-Bau ( www.dga-bau.de ) zum Download zur Verfügung.  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
  Literatur:  
 Haghsheno und Schilling Miguel (2018): Forschungsbericht zur Studie „Ursachen der Bevorzugung von Gerichtsverfahren gegenüber der außergerichtlichen Streitbeilegung durch Streitparteien im Bauwesen“, Institut für Technologie und Management im Baubetrieb (TMB) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 
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                            <updated>2019-08-25T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Mobilität – Bleib auch mal stehen – Mobiltätskonflikte lösen</title>
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                                            Unser Privatleben, unser Arbeitsumfeld und unser Kommunikationsverhalten sind geprägt von zunehmender Mobilität. Wir reisen um die Welt, pendeln für den Job und kommunizieren dank moderner Technologien losgelöst von Zeit und Raum.
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 Unser Privatleben, unser Arbeitsumfeld und unser Kommunikationsverhalten sind geprägt von zunehmender Mobilität. Wir reisen um die Welt, pendeln für den Job und kommunizieren dank moderner Technologien losgelöst von Zeit und Raum. Mobilität bedeutet Beweglichkeit und Veränderung. Diese Entwicklung zieht eine Vielzahl von positiven Möglichkeiten nach sich; bei genauer Betrachtung werden aber auch Nachteile offenbar. Grund genug für „Die Mediation“, sich genauer mit dem facettenreichen Thema „Mobiltät“ zu beschäftigen. Die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins “Die Mediation” befasst sich im Schwerpunkt mit den Mobilitätskonzepten der Zukunft, den Konflikten im Straßenverkehr, dem Tribut, den wir an die berufliche Mobilität zahlen müssen und als möglicher “Krankmacher”. 
 
 Neben dem Schwerpunkt erwarten Sie weitere spannende Themen und Impulse, unter anderem zu den Konfliktstilen in den aktuellen Koaliationsverhandlungen, einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme der Verbreitung und Nutzenbewertung von Mediation, das kleine Ein-mal-eins der Alltagskommunikation. Außerdem geht die aktuelle Ausgabe dem Geheimnis der Briefe von Warren Buffet auf die Spur und befasst sich mit dem Länderfinanzausgleich und wer wirklich davon profitiert. 
 Außerdem bereichert Axel Troost, Bundestagsabgeordneter und Mitglied der Fraktion DIE LINKE und ihr Sprecher für Finanzpolitik die aktuelle Ausgabe. Zusammen mit drei weiteren Abgeordneten vertritt er die Fraktion DIE LINKE im Finanzausschuss und ist dort auch ihr Obmann. Er ist einer der vier stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Partei DIE LINKE und Landesgruppen-Sprecher der acht sächsischen Bundestagsabgeordneten der LINKEN. 
  
 © Axel Troost 
 
  Zum Artikel von Axel Troost  
 Der Artikel ist in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins “Die Mediation” zum Schwerpunkt Mobilität in der Rubrik “Politische Kolumne” erschienen. 
 Die Mediation erscheint vierteljährlich im deutschsprachigen Raum und ist das auflagenstärkste Medium, welches sich schwerpunktmäßig mit Konfliktmanagement und Mediation beschäftigt. Das Einzelheft ist sowohl unter  www.die-mediation.de  als auch an über 3.300 Verkaufsstellen im deutschsprachigen Raum erhältlich. 
 
   Wo der nächste Kiosk in Ihrer Umgebung ist, der “Die Mediation” vorrätig hat, finden Sie hier.   
   
  Zeitschrift jetzt bestellen unter  www.die-mediation.de   
   kostenfreie Leseprobe   
 
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                            <updated>2019-08-05T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Martin Griffiths – neuer UN-Vermittler für den Jemen</title>
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                                            Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den britischen Diplomaten Martin Griffiths am letzten Donnerstag einstimmig zum neuen Sonderbeauftragten für den Jemen berufen.
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                   Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den britischen Diplomaten  Martin Griffiths  am letzten Donnerstag einstimmig zum neuen  Sonderbeauftragten für den Jemen  berufen. Nach über drei Jahren Stillstand soll er als neuer Vermittler Bewegung in die UN-Friedensgespräche bringen. Sein Vorgänger  Ismail Ould Sheikh Ahmed  konnte seit 2015 trotz größter Anstrengungen kaum sichtbare Fortschritte erreichen.    
   Im Jemen herrschen derzeit unmenschliche Verhältnisse. Die Vereinten Nationen beurteilen die Lage dort als die „größte humanitären Katastrophe des Erdballs“. Über 8 Millionen Menschen hungern. 10.000 Menschen haben bisher in den kriegerischen Auseinandersetzungen ihr Leben verloren, 53.000 wurden dabei verletzt. Krankheiten wie Cholera und Diphtherie fordern weitere Opfer.    
 Griffiths erfahren in Verhandlung und Mediation 
   Griffiths gilt als äußerst erfahren „in Konfliktlösungen, Verhandlungen, Mediationen und humanitären Einsätzen“, so Generalsekretär der Vereinten Nationen Antonio Guterres, der ihn als neuen Sonderbeauftragten vorschlug.   
   Seine berufliche Laufbahn nach seinem Studium der Südostasienkunde in London begann er als Diplomat fürs Foreign Office, seine nächsten Stationen waren internationale Hilfsorganisationen wie Unicef, Save the Children und Action Aid. 1994 ging er in die Zentralen der Vereinten Nationen nach Genf und New York.   
   In Genf gründete er 1999 das Zentrum für Humanitären Dialog, wo er als Mediator in innerstaatlichen Konflikten zwischen Regierungen und Aufständischen vermittelte. 2014 wurde er Leiter des „Europäischen Instituts für Frieden“ in Brüssel.   
   Im Syrien-Konflikt war er zum Beispiel in beratender Funktion tätig für Kofi Annan, Lakhdar Brahimi und für Staffan de Mistura.   
   In einem Vortrag letzten November in Riad zeigte er sich optimistisch, dass der Krieg im Jemen lösbar sei. Das bedürfe zwar intensiver Anstrengungen, die aber umsetzbar seien. Wichtig sei, mit allen Konfliktparteien zu reden, sie nicht zu isolieren und deutlich mehr humanitäre Güter ins Land lassen, damit die Menschen Hoffnung schöpfen können, „dass der Krieg nicht auf immer und ewig so weitergeht“.   
   Quellen:     
   Frankfurter Rundschau:  FR.de. Politik. Ein Veteran für den Jemen    
   Tagesschau, 16.02.2018:  Vereinte Nationen Griffiths wird Jemen-Sondergesandter     
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            <title type="text">Assange: Mediation mit Großbritannien gescheitert</title>
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                                            Ecuadors Außenministerin Fernanda Espinosa beschuldigt Großbritannien, seine Bemühungen um eine Lösung für Wikileaks-Gründer Julian Assange aufzugeben. Das Vereinigte Königreich sei nicht bereit, mit ihr über die Freilassung von Julian Assange zu sprechen
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   Ecuadors Außenministerin Fernanda Espinosa beschuldigt Großbritannien, seine Bemühungen um eine Lösung für Wikileaks-Gründer Julian Assange aufzugeben. Das Vereinigte Königreich sei nicht bereit, mit ihr über die Freilassung von Julian Assange zu sprechen   
   Assange floh vor über 5 Jahren in die ecuadorianische Botschaft, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo er im August 2010 wegen sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde. Assange bestreitet dies. 2012 wurde er in London aufgrund eines schwedischen Haftbefehls festgenommen, doch nach einer Woche wieder freigelassen.    
   Die Beschuldigungen gegen Assange wegen des sexuellen Missbrauchs wurden letzten Mai fallen gelassen. Doch ein ein britisches Gericht bestätigte seinen Haftbefehl letzte Woche mit der Begründung, Assange habe Kautionsbedingungen verletzt.    
   Auch wenn im Februar 2016 die  UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen  festgestellt hatte, dass Assange von Schweden und dem Vereinigten Königreich willkürlich festgenommen wurde, ist er in Großbritannien auch heute nicht sicher.   
   Espinosa wollte daher Anfang Januar einen Mediationsprozess mit Großbritannien einleiten, um die unhaltbare Situation mit Assange zu lösen. Letzten Freitag gab sie bekannt, dass ihre Versuche erfolglos waren: „In der Frage der Mediation muss ich ehrlich sagen, dass sie nicht erfolgreich war, weil zwei Parteien benötigt werden, um zu vermitteln. Ecuador ist bereit, aber nicht notwendigerweise die andere Partei“, sie bezog sich laut Reuters dabei auf Großbritannien.    
   Ecuadors Außenministerin teilt Assanges Befürchtungen, in die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden, sobald er die Botschaft verlässt, da er über seine Plattform Wikileaks diplomatische und militärische Geheimnisse der Vereinigten Staaten veröffentlicht hatte.   
   Auch wenn keine Aufzeichnungen oder Beweise vorliegen, glauben Assange und seine Unterstützer, dass in den USA umgehend Anklage gegen ihn erhoben werden wird.    
   Großbritannien glaubt nach seiner Ablehnung der Mediationsversuche, dass Assange nur die Möglichkeit bleibt, die ecuadorianische Botschaft in London zu verlassen und sich der Polizei zu stellen. Ecuador will Assange allerdings weiterhin Zuflucht gewähren und nach Möglichkeiten Ausschau halten, wie der Konflikt zu lösen sei.   
   Quellen:    
    https://www.washingtontimes.com/news/2018/feb/23/ecuador-blames-britain-over-julian-assange-impasse/    
    https://uk.reuters.com/article/uk-ecuador-assange/ecuador-says-mediation-with-britain-over-assange-has-failed-idUKKCN1G72HU    
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/julian-assange-ecuador-prueft-mediationsverfahren-a-1187050.html    
    https://www.telesurtv.net/english/news/Ecuador-United-Kingdom-Mediation-to-Release-Assange-From-Embassy-Fails-20180224-0012.html    
    https://www.telesurtv.net/english/news/Ecuador-United-Kingdom-Mediation-to-Release-Assange-From-Embassy-Fails-20180224-0012.html    
 
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            <title type="text">Kein Konflikt ist militärisch lösbar</title>
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                                            In einem Interview über Kriegsursachen, Konflikte und deren Zusammenhang mit Religionen spricht der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche, Renke Brahms, mit Joerg Helge Wagner vom Weser-Kurier.
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 In einem Interview über Kriegsursachen, Konflikte und deren Zusammenhang mit Religionen spricht der  Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche ,  Renke Brahms , mit Joerg Helge Wagner vom Weser-Kurier. Der Pastor ist seit fast neun Jahren in diesem Amt und bezeichnet sich selbst als Verantwortungspazifisten. 
 Befragt nach dem vergangen Jahr beschreibt er es als schlimmes Jahr mit vielen Konflikten, Kriegen und schlimmen Fotos aus Kriegsregionen. 
 Gezählt von der  Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung der Uni Hamburg  gab es in 2017 31 Kriege, in 2016 waren es 32 Kriege. Den Zahlen nach eher gleichbleibend. Dennoch sieht er auch hoffnungsvolle Entwicklungen zum Beispiel in Kolumbien, auch die Zahl der hungernden Menschen konnte gesenkt werden, das Jahr 2017 hielt für ihn die Waage zwischen Hoffnung und besorgniserregenden Entwicklungen zum Beispiel in de Aufrüstung. 
 Religionen als Ursache von Konflikten 
 Auch wenn Religion oft als Ursache von Konflikten und Kriegen gesehen wird, ginge es am Ende allein um die politische Vorherrschaft. Religion würden oft dazu missbraucht. In Syrien mischten sich zum Beispiel religiöse Gruppierungen, weitere Staaten und Weltmächte ein und fechten lokale, regionale und globale Stellvertreterkriege aus. 
    
 © fotolia | Pixelbliss 
 
 Pastor Brahms ist davon überzeugt, dass gewaltsame Konflikte nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden. Militärische Einsätze schaffen höchstens Raum, in dem ein Frieden entwickelt werden kann. Militärs sagten ihm, dass ihr Anteil bei einer Konfliktlösung bei ca. 20 Prozent liegt. Friedensentscheidend seien die Herstellung von zivilen und staatlichen Strukturen, Entwicklungszusammenarbeit, Aufbau der Wirtschaft. Und er verweist beispielhaft auf Afghanistan. 
 Befragt, wie man Gruppierungen wie den IS, die Taliban oder Boko Haram unschädlich machen kann, schlägt er vor, mehr interreligiöse Dialoge zu führen, um die Deutungshoheit nicht diesen Gruppierungen zu überlassen. Auch Prävention ist für ihn extrem wichtig. Das  deutsche Zentrum für internationale Friedenseinsätze  oder der  Zivile Friedensdienst  leisteten hier gute Arbeit. 
 In US-Präsident Trump sieht er ein sicherheitspolitisches Risiko. Mit seiner verbalen Eskalation zum Beispiel gegenüber Nordkorea bewirke er eine weitere militärische Aufrüstung und steigere damit eine allgemeine Kriegsgefahr. 
 Weiter Themen, die im Interview behandelt werden: konservative Christen, die Trump unterstützen, Kritik an deutschen Waffenexporten oder Atomwaffenverbot lesen Sie &amp;gt;&amp;gt;  hier  
 Das ganze Interview:  https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-kein-konflikt-wird-militaerisch-geloest-_arid,1683026.html  
 
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            <title type="text">Unvorhersehbare Wende im Fall Augstein</title>
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                                            In der Auseinandersetzung um einen Mafia-Artikel im FREITAG, riet die Richterin der Pressekammer des Landgerichts Hamburg dem Verleger Jakob Augstein und der freien Journalistin Petra Reski zu einer Mediation.
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                <![CDATA[
                   In der Auseinandersetzung um einen Mafia-Artikel im FREITAG, riet die Richterin der Pressekammer des Landgerichts Hamburg dem Verleger Jakob Augstein und der freien Journalistin Petra Reski zu einer Mediation.   
   Es geht um einen Artikel über die Mafia, in dem Reski den Klarnamen eines Mannes nannte. Der Betroffene war wegen der Verletzung seiner Persönlickeitsrechte bereits gegen ein anderes Medium (den MDR) gerichtlich erfolgreich vorgegangen, weil auch dort in einem Filmbericht sein Name genannt worden war. Konsequenterweise ging er danach auch gegen Reskis Bericht im Freitag vor Gericht und gewann.   
   Der Verleger Jakob Augstein hat sich in diesem Verfahren nicht hinter die freie Journalistin gestellt und von ihr erwartet, dass sie die Kosten für das Verfahren selbst tragen solle. Augstein wurde für sein Verhalten, nicht hinter der Journalistin zu stehen, von Journalistenverbänden wie dem Deutschen Journalistenverband (DJV), der Gewerkschaft, den Freischreibern und anderen massiv kritisiert.    
  
 © zimmytws | Fotolia 
 
   Seine Argumentation: Sie habe mangelhaft recherchiert und der Redaktion den Klarnamen wissentlich des rechtlichen Risikos „untergejubelt“.    
   Nun will Reski wegen dieser Aussagen und noch weiteren diffamierenden Äußerungen des Verlegers in Interviews in der FAZ, dem Deutschlandfunk, auf Twitter und im Freitag auf Unterlassung klagen. Der Termin Ende voriger Woche vor dem Hamburger Landgericht, zu dem jeweils nur die Anwälte der Streitparteien erschienen, endete vorerst ohne eine Entscheidung. Augstein und Reski mieden die persönliche Begegnung. Sicher ein Hinweis auf die eskalierte Situation.   
   Die Vorsitzende Richterin der Hamburger Pressekammer gab in der mündlichen Verhandlung zu erkennen, dass man nur bei einigen Aussagen Augsteins einen Unterlassungsanspruch anerkennen würde, andere können als zulässige Meinungsäußerung gewertet werden. Der volle Erfolg der Klage ist demnach nicht gesichert.    
   Die Richerin machte den Rechtsanwälten den Vorschlag, dass ihre Mandanten daran arbeiten sollten, ihr Verhältnis zu verbessern und es mit einer Mediation versuchen sollen. Augsteins Anwalt signalisierte dazu die Bereitschaft seines Mandanten, noch nicht bekannt ist, ob Reski einwilligt.   
   Der nächste Termin vor Gericht ist am 3. November.   
 &amp;nbsp; 
   Quellen:    
    http://www.taz.de/!5451183/    
   http://meedia.de/2017/10/02/rechtsstreit-wegen-mafia-artikel-im-freitag-gericht-will-jakob-augstein-und-petra-reski-zum-mediator-schicken/   
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            <title type="text">Einblick in die Arbeit von Friedensmediationen</title>
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                                            Ali Saif und Oliver Wils arbeiten als Mediatoren für die Berghof Foundation. Aktuell organisieren und mediieren sie Friedensgespräche im krisengeschüttelten Jemen
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 Mediatoren der Berghof Foundation bereiten die UNO-Verhandlungen zum Konflikt im Jemen vor. 
 Ali Saif und Oliver Wils arbeiten als Mediatoren für die  Berghof Foundation . Aktuell organisieren und mediieren sie Friedensgespräche im krisengeschüttelten Jemen. Sie kennen sich in dem komplexen Vielfrontenkonflikt im Jemen sehr gut aus und verfügen über hochrangige Gesprächskanäle zu allen Konfliktparteien. 
 Lange schon bahnten sie im Vorfeld vor Ort ihre Kontakte zu den verschiedenen Konfliktparteien an, schufen Vertrauen, organisierten Visa und die Reisen nach Deutschland, Jordanien oder in den Libanon, wo die Mediationen im Wechsel stattfinden. 
     
 © fotolia | Milos Kubus 
 Die auf Konfliktlösung spezialisierte Berghof  Foundation  wird dabei vom Auswärtigen Amt&amp;nbsp; unterstützt. Beide Institutionen tauschen sich ständig auf Expertenebene über den Stand der Treffen aus. Es geht in diesen Gesprächen vor allem darum, die UNO-Verhandlungen vorzubereiten. 
 Mit diesen inoffiziellen Friedensgesprächen „können wir im Augenblick den Krieg nicht stoppen, aber wir können die Aggressionen begrenzen und dafür sorgen, dass es überhaupt noch Kontakte gibt.“, so Ali Saif in einem Interview. 
 Mediation diesmal in Berlin 
 Diesmal finden die Gespräche in Berlin statt. Die Konfliktparteien: Eine Gruppe kommt aus Saudi-Arabien und eine andere besteht aus Vertretern der Huthi-Miliz aus dem Jemen. 
 Beide Mediatoren sind gut aufeinander eingespielt und begleiten den Prozess professionell und extrem sensibel. Denn auch die Lage dort ist extrem kompliziert. Viele Konflikte schwelen schon sehr lange, der „Arabische Frühling“ hat weitere Spannungen an die Oberfläche gebracht, dazu mischen sich die Nachbarstaaten ein, die ihre eigenen Sicherheitsinteressen gefährdet sehen. Zudem gilt Jemen seither als relativ schwacher Staat. Dazu kommen weitere Katastrophen wie eine schwere Hungersnot und der Ausbruch der Cholera. 
 Worum geht es in diesem Prozess? 
 Die Huthi Rebellen agieren im Norden (eine Untergruppe der Schiiten) und pflegen mit dem Iran eine lose Verbindung, der sich als Schutzmacht der Schiiten sieht. Die Huthi arbeiten zusammen mit Ali Abdalla Saleh (ein Sunnite). Er war Staatschef und wurde während des Arabischen Frühlings aus seinem Amt vertrieben. Und diesem Bündnis gelang es, 2014 in Sanaa die Regierung des international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi zu vertreiben. 
 Die arabische Seite fürchtet, dass mit diesem Bündnis der Iran, ihr Erzfeind, das Sagen im Jemen bekommt. Saudi-Arabien (als Schutzmacht der Sunniten) und weitere Golfstaaten stehen auf der Seite des ehemaligen Präsidenten Hadi. Ihre Reaktion: Bombardierung des Jemen vor allem der Stadt Sanaa durch eine Militärallianz unter saudi-arabischer Führung. 
 Zu Beginn der Gespräche wollten die Konfliktparteien nicht einmal nebeneinander sitzen. 
 Wie das Gespräch dann doch zustande kam, lesen Sie  hier . 
 Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/sid_63D2981B09718E9F91AE3256B143F719/DE/Aussenpolitik/Themen/Krisenpraevention/6_Projektbeispiele/170920_Mediation_Jemen.html 
 
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                            <updated>2019-07-31T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Konfliktlösung mit Stoppuhr – geht das?! 23 Aug Konfliktlösung mit Stoppuhr –...</title>
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                                            „Zeit ist Geld“ schrieb Benjamin Franklin schon 1748 jungen Kaufleuten ins Stammbuch. Alles muss ganz schnell gehen.
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 „Zeit ist Geld“ schrieb Benjamin Franklin schon 1748 jungen Kaufleuten ins Stammbuch. Alles muss ganz schnell gehen. Dies gilt natürlich auch für die Konfliktklärung. Warum eigentlich? Es ist an der Zeit, dies zu hinterfragen. 
 Ich habe keine Zeit … 
 Hoher Termindruck, ein Meeting jagt das nächste, alles muss ganz schnell gehen. Und doch haben wir ständig das Gefühl, nicht alles geschafft zu haben, keine Zeit zu haben. 
 Wir leben in einer Diktatur der Uhr, wie der Zeitforscher Karlheinz Geißler feststellte. Eine Diktatur, in der wir uns scheinbar wohl fühlen. Denn Hand aufs Herz: Wer ausreichend Zeit hat, macht in Wahrheit scheinbar etwas falsch, ist nicht ausgelastet, hat keine Aufträge, keine Freunde oder lebt auf Kosten anderer. Zeitnot hingegen gehört zum guten Ton, macht uns wichtig. 
  
 ©Fotolia || pinkyone 
 
 Optimierungswahn und Zeitkonflikte 
 Angebote zu Work-Life-Balance, Burn-out-Prävention oder Zeitmanagement haben Hochkonjunktur. Meist dienen sie dazu, „Zeitfresser“ ausfindig zu machen. Mit fataler Wirkung, denn so wird der  Zeitoptimierungswahn nur noch verstärkt. Müsste die eigentliche Frage doch vielmehr lauten: Worauf kann ich verzichten?  
  Dieser Effizienzwahn ist keineswegs auf die berufliche Tätigkeit beschränkt. „Freizeit“ gibt es längst nicht mehr. Das Wochenende wird durchgeplant, die Kinderbetreuung optimiert, im Gespräch mit Freunden werden nervös Nachrichten gecheckt. Wir könnten ja an anderer Stelle etwas verpassen. Langweilen, Warten, Anstehen? Zeitverschwendung.  
 Eine unausweichliche Folge sind Zeitkonflikte: Wenn beispielsweise Zeit für die Pflege von emotionalen Beziehungen mit den Anforderungen der modernen ökonomisierten Arbeitswelt kollidiert. 
 Zeit für die Konfliktklärung 
 Auch sind wir zunehmend nicht bereit, uns für die Konfliktklärung „Zeit zu nehmen“. 
 Die Konfliktlösung folgt (zeit-)ökonomischen Kriterien. Ein Paradoxon, investieren wir doch meist sehr viel Zeit und Energie in die „Pflege“ von Konflikten. Manchmal über Jahre, gelegentlich auch bis zum Ende der Lebenszeit. Und obwohl wir also viel Zeit in den Konflikt investieren, sind wir nicht bereit, Zeit in dessen Lösung zu investieren? Dann muss die Konfliktlösung ganz schnell gehen? Und wenn dies nicht gelingt, investieren wir lieber wieder Zeit in den Konflikt? 
 Geduld ist der Schlüssel 
 Keine Frage, Zeitdruck kann in manchen Konstellationen durchaus hilfreich sein, um Bewegung in festgefahrene Konfliktmuster zu bringen. 
 Ich empfehle jedoch, zunächst innezuhalten und zu hinterfragen: Seit wann besteht der Konflikt? Wie viel Zeit habe ich in den Konflikt schon investiert? Ist es vor diesem Hintergrund wirklich realistisch, den Konflikt in kürzester Zeit zu lösen? Und wie lässt sich meine „Konflikt-Energie“ in Lösungsenergie umwandeln? Welche Kraft steckt im „Zeitnehmen“? Worin liegt der Reiz der „Unvollkommenheit“, des Ungeklärten, des Offenen? 
 Konfliktlösung erfordert manchmal Geduld, Ausdauer, Zeit. Es wird sich lohnen, sie sich zu nehmen! 
  Hinweis: Mehr zum Thema „Fragen“? Einen Podcast mit Mediator Bernhard Böhm und der Change-Expertin Melanie Conrad finden Sie unter:  
   http://www.changeatwork.de   .  
 
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                            <updated>2019-07-29T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Verhandlungen über Krieg und Frieden – die Königsdisziplin der Mediation?</title>
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                                            2016 gab es weltweit 225 gewaltsame Konflikte und 19 Kriege, wie das Heidelberger Institut für Konfliktforschung berichtete. Das Centre for Humanitarian Dialogue am Genfer See ist derzeit in 25 Ländern an über 40 Dialogen und Friedensvermittlungen beteiligt.
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                <![CDATA[
                    2016 gab es weltweit 225 gewaltsame Konflikte und 19 Kriege, wie das Heidelberger Institut für Konfliktforschung berichtete. Das  Centre for Humanitarian Dialogue  am Genfer See ist derzeit in 25 Ländern an über 40 Dialogen und Friedensvermittlungen beteiligt.     
   Wenn Diplomatie, Dialog oder wirtschaftliche Sanktionen es nicht vermocht haben, Konflikte zu beenden oder zu lösen, versuchen Friedensvermittler wie Andrew Ladley vom Centre for Humanitarian Dialogue mit den Konfliktparteien Wege zu finden, um militärische Konflikte in politische Konflikte umzuwandeln.    
 Aktuellstes Beispiel Syrien 
   Frieden ist in diesem Land mit weit über 100 Akteuren im In- und Ausland – darunter auch der Islamische Staat – mit all den unterschiedlichen Interessen und Motiven derzeit nicht absehbar. Die Regierung unter Bashar al-Assad fürchtet, wenn sie einlenken und den Forderungen nachgeben würde, sie sich gleichzeitig selbst formal absetzen würde. Die Friedensverhandlungen im Juli endeten daher ohne nennenswertes Ergebnis. Einziger Erfolg: Niemand verließ den Raum.    
   Was für geschäftliche Verhandlungen eigentlich normal ist, ist bei Friedensverhandlungen schon ein Erfolg, bedeutet es doch, dass man weiterhin miteinander spricht. Ohne die Bereitschaft, miteinander zu reden, kann man nicht über Frieden verhandeln. Wie in der Mediation, geht es in Friedensverhandlungen darum, gemeinsame Interessen zu ermitteln. Und eben darum, im Gespräch zu bleiben, herauszufinden, was die wichtigen Themen sind und einen gemeinsamen Konsens zu finden.   
   Wie bekommt man all die Akteure an einen Tisch? Wie dazu, über ein Ende des Konflikts zu reden oder Kompromisse zu schließen? Und wie kommt man an die Akteure?   
  
 © cocoparisienne | pixabay 
 
 &amp;nbsp; 
 Überstaatliche Institutionen stehen bei Friedensverhandlungen vor großen Herausforderungen 
   Die Vereinten Nationen mit Sitz in der neutralen Schweiz stehen für Konfliktlösung und Diplomatie. Sie haben durch ihr breites Netzwerk die Möglichkeit, mit jeder bewaffneten Konfliktpartei in Kontakt zu treten. Doch die Möglichkeiten der Vereinigten Nationen sind begrenzt und die Ergebnisse liegen eher auf einer symbolischen Ebene.   
   Auch viele kleine und große Friedensinitiativen aus der Gesellschaft unterstützen Friedensprozesse weltweit mit unterschiedlichem Erfolg und verhandeln mit den Akteuren in den verschiedenen Krisengebieten.   
   Das Centre for Humanitarian Dialogue ist eine dieser unabhängigen und unparteilichen humanitären Organisationen, für die der Mediator Andrew Ladley arbeitet.    
   Mehr zu seiner Arbeit erfahren Sie  hier .   
   Quelle: www.faz.net – Frankfurter Allgemeine. Blick hinter die Kulissen : Wie verhandelt man über Krieg und Frieden? Von Lilian Häge. Aktualisiert am 10.08.2017-21:02    
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                            <updated>2019-07-29T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Splitter zum erfolgreichen Verhandeln: Haltung der Gelassenheit</title>
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                                            Was lässt sich aus dieser Geschichte für Verhandlungen lernen? Nehmen Sie eine Haltung ein, die Ihrem Gegner/Partner zeigt, dass Sie nicht verletzbar sind.
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                  von Dr. Gernot Barth  
 Zum Einstieg möchte ich Ihnen zunächst eine kleine Legende erzählen, anhand derer ich meine Empfehlungen für Ihre nächste Verhandlung darlegen werde: 
 Ein junger Zen-Mönch hatte einen wichtigen Brief zu überbringen. Auf seinem Weg stellte sich ihm auf einer Brücke ein erfahrener Samurai in den Weg, der den Schwur geleistet hatte, die ersten 100 Männer, die die Brücke überqueren wollten, zu töten, 99 hatten es bisher versucht. Der Mönch bat ihn, den Brief noch übergeben zu dürfen, und dann würde er sich dem Kampf stellen. Der Samurai stimmte zögerlich zu. 
 Der Mönch übergab dem Adressaten den Brief und verabschiedete sich mit den Worten: „Ich muss einen Kampf mit einem großen Samurai bestehen und habe doch noch nie ein Schwert in den Händen gehalten. Gewiss wird er mich töten.“ „Ja“, antwortete der Meister, „der Tod scheint Dir gewiss, denn Du hast keine Chance zu siegen. Ich werde Dich auf den Tod vorbereiten. Die beste Art zu sterben scheint mir, ist, die Augen zu schließen, das Schwert über den Kopf zu heben und zu warten. Wenn Du dann etwas Kaltes auf Deinem Scheitel spürst, lässt Du alles fallen, was Du zu besitzen glaubst.“ Der Mönch verneigte sich, dankte und machte sich auf den Weg. 
 An der Brücke bereiteten sich Mönch und Samurai auf den Kampf vor. Der Mönch tat wie ihm geheißen, um würdig zu sterben. Der Samurai war überrascht. Vor ihm stand ein Mann, der sofort eine Angriffsstellung einnahm und dabei die Augen schloss. Er zeigte keinerlei Angst. Der Samurai wähnte einen großen Krieger vor sich, der ihn bei der geringsten Angriffsbemühung töten würde. So warf er sich vor dem mit geschlossenen Augen und erhobenem Schwert vor ihm stehenden Mönch zu Boden und bat um Gnade. 
   
 Die Moral aus der Geschichte 
 Was lässt sich aus dieser Geschichte für Verhandlungen lernen? Nehmen Sie eine Haltung ein, die Ihrem Gegner/Partner zeigt, dass Sie nicht verletzbar sind. Sie haben keine Angst (Angst kann man riechen, manchmal auch sehen: feuchte Hände, Fingernägel kauen). Sie stehen nicht vor dem Untergang. Für Sie geht es immer weiter. Lassen Sie alle Prioritäten fallen, hängen Sie an nichts! Und dies nicht nur zum Schein. Nehmen Sie das Worst-Case-Szenario als das mit hoher Wahrscheinlichkeit Eintretende an. Sie werden souverän und gelassen wirken und sein. Es kann nur besser werden. 
 Stellen Sie Hypothesen auf 
 Bevor Sie in die Verhandlung gehen, bereiten Sie sich gründlich vor! Dazu sollten Sie sich mehr Zeit nehmen, als die Verhandlung voraussichtlich beanspruchen wird. Ein Element Ihrer Vorbereitung ist die Bildung von Hypothesen. Sie treffen also Annahmen 
 
 zu den Personen, 
 zum Verhandlungsgegenstand, 
 zum Prozess und 
 zu sich selbst. 
 
 Es ist wichtig für Sie  anzunehmen, dass die Situation eventuell auch nicht so ist, wie Sie es für wahrscheinlich halten  (es sei denn, Sie sind mit dem Verhandlungsgegner seit Längerem vertraut). Denn was Sie für wahrscheinlich halten, ist das Ergebnis Ihrer ganz individuellen Erfahrungen, Ihrer Werte und Perspektiven, die Sie im Laufe Ihrer Tätigkeit gesammelt haben. Diese sind die Basis  IHRER  Situationserklärung. Zum Beispiel würde ein Kollege wahrscheinlich andere Hypothesen zu anstehenden Verhandlungen aufstellen als Sie. Und schon hätten Sie in allen Dimensionen einander widersprechende Annahmen – bitten Sie also einen Kollegen um Hilfe, der über andere Erfahrungen verfügt als Sie. 
 Ein weiterer Weg bestünde darin, Ihre Verhandlungsstrategie genau  an der   Hypothese auszurichten, die im Gegensatz zu Ihrer festen Gewissheit steht.  Diese Worst-Case-Szenarien werden Sie natürlich für Unsinn halten, zum Beispiel: „Der will mich über den Tisch ziehen, weil ihm das Wasser bis zum Hals steht und er Erfolge vor den Mitarbeitern vorweisen muss“ (Betriebsrat), oder: „Er möchte kooperativ verhandeln und langfristig eine Zusammenarbeit herstellen, in der die Interessen beider Seiten zur Geltung kommen.“ Damit weiten Sie Ihre Fähigkeit, aufmerksam dem anderen zuzuhören. Es könnte ja eben auch ganz anders sein als Sie annehmen. 
 Öffnen Sie sich den gegnerischen Positionen 
 Legen Sie sich eine  „Ich weiß, dass ich nicht weiß“-Haltung  zu. Diese Haltung impliziert nicht, dass Sie tatsächlich keine Ahnung von der Sache haben. Denn einen rationalen Sinn bekommt dieser Satz erst, wenn man bedenkt, dass ihn nur ein Wissender äußern kann. Nur dieser weiß, was er nicht weiß. Er kann es artikulieren. Jemand, der „keine Ahnung“ hat, kann auch nicht benennen, was er nicht weiß. Je mehr Sie also wissen, umso mehr wissen Sie auch, was Sie alles nicht wissen und umso mehr Fragen werden Sie haben. Mit dieser Haltung können Sie neugierig und offener für die Positionen Ihres Gegenübers sein. Verhandlungspartner voller Gewissheiten bleiben starr und haben Schwierigkeiten, zu Ergebnissen zu kommen. 
 Um den Sinn von Hypothesenbildung zu erläutern, gebrauche ich auch gern den biblischen Spruch: „Du sollst Dir kein Bild machen.“ Hypothesen haben auch die Aufgabe, Bilder zu „zerstören“. Es geht darum, sich für den Verhandlungspartner zu öffnen und ein möglichst weites Feld der Möglichkeiten im Kopf zu haben. Eine besondere Qualität gewinnt dieser Aspekt für Verhandlungsführer, die in einer Vermittlungsfunktion sind. 
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                            <updated>2019-07-18T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Konflikte friedlich lösen: Worauf es bei der Mediation für Streitende ankommt</title>
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                                            Meinungsverschiedenheiten gehören bei vielen Menschen zum alltäglichen Leben dazu. Schaukeln sich diese jedoch immer weiter hoch, entwickeln sie sich oft zum ernsten Problem.
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                 Meinungsverschiedenheiten gehören bei vielen Menschen zum alltäglichen Leben dazu. Schaukeln sich diese jedoch immer weiter hoch, entwickeln sie sich oft zum ernsten Problem. So können dauerhafte Unstimmigkeiten zwischen Geschäftspartnern zur Gefahr für das gesamte Unternehmen werden. Aber auch auf persönlicher Ebene sind langwierige Konflikte auf Dauer problematisch, beispielsweise wenn sich Familienmitglieder um das Erbe eines Angehörigen oder Mutter und Vater über den Unterhalt für das gemeinsame Kind streiten. 
 Nicht selten enden solche Konflikte vor Gericht, damit ein objektiver Richter entscheidet, wer Recht bekommt. Doch ist es erst einmal so weit gekommen, dass sich Beteiligte nur noch über ihre Anwälte verständigen, ist an der persönlichen Beziehung zwischen ihnen fast nichts mehr zu retten. Dabei muss es oftmals gar nicht zu einem Streit vor Gericht kommen. Die Alternative heißt Mediation. 
  Mediation: Gemeinsamer Prozess anstelle einer fertigen Lösung  
 Erst kürzlich hat der Roland-Rechtsreport gezeigt, dass Mediation in Deutschland immer bekannter und zunehmend beliebter wird. Ob Zwist in der Familie oder Auseinandersetzungen in der Wirtschaft – diese Form der Streitbeilegung eignet sich für verschiedenste Konflikte. Dabei wenden sich Streitende an einen unabhängigen Mediator, der gemeinsam mit ihnen nach einer friedlichen Lösung sucht. 
 Der Mediationsanwalt Michael Plassmann erläutert, dass es dabei jedoch wichtig ist, genau abzuwägen, ob eine Mediation im jeweiligen Konfliktfall die beste beziehungsweise eine sinnvolle Option ist. Zudem sollten die Beteiligten grundsätzlich dazu bereit sein, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu verhandeln. Denn der Mediator liefert ihnen keine vorgefertigte Lösung, betont Dr. Gernot Barth, Mediator für Konflikte in der Familie und in der Wirtschaft. Vielmehr müssen die Medianden selbst an der Bewältigung des Konfliktes arbeiten. Dafür sollten sie in jedem Fall genügend Zeit einplanen. 
  Welche Schritte sind bei der Mediation wichtig?  
 Zu den wichtigsten Aufgaben rund um die Mediation gehört eine umfangreiche Konfliktanalyse. Sowohl für Mediationsanwalt Plassmann als auch für den zertifizierten Mediator und Prozessberater Herbert Hofmann zählt dazu, zunächst zu klären, worum sich das Problem zwischen den Streitenden überhaupt dreht. 
 In diesem Kontext sollten auch die einzelnen Positionen und Interessen der Parteien möglichst klar abgegrenzt werden, bevor die Lösungsfindung beginnen kann. Dabei sind alle Parteien gleichermaßen gefordert, um gemeinsam zu einer kreativen Lösung des Konflikts zu gelangen. Im Anschluss daran erfolgt die Ratifizierung. Das bedeutet, dass „die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten werden und rechtlich bindend sind“, erklärt Mediator Hofmann. 
  Mediation bietet oft mehr als eine reine Konfliktlösung  
  
 Mediation: eine Alternative zum Richter 
 
 Die Mediation weist eine Erfolgsquote von rund 80 Prozent auf. Dennoch lässt sich nicht jeder Konflikt durch sie lösen, weiß Hofmann. Gründe hierfür sind beispielsweise 
 
 Glaubensfragen, 
 fehlende Ermessungsspielräume sowie 
 eine zu tiefe Eskalation der Auseinandersetzung. 
 
 Um solche Streitigkeiten zu beenden, muss der Mediator in Einzelgesprächen zunächst einmal daran arbeiten, das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen. 
 Auch wenn der Weg zur friedlichen Konfliktlösung steinig ist, sind sich die Experten einig, dass sich die Mühe lohnt. Denn im besten Fall hilft die Mediation, die Beziehung zwischen den Streitenden zu hinterfragen und wiederaufzubauen. „Das Schöne an der Mediation ist zudem, gemeinsam langfristige und tiefergehende Lösungen zu finden, mit denen vorher niemand gerechnet hat“, unterstreicht Plassmann. 
  Quelle:  Comfortplan.de vom April 2018:  Expertentipps für den Rechtsstreit – Gut gestritten ist halb gewonnen . Gastbeitrag von Annabell Meyer. 
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            <title type="text">Friedensmediation: Deutschlands Potential noch ungenutzt</title>
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                                            “In der Friedensmediation ist Deutschland ein Schwergewicht mit schlummernden Potenzialen. Um diese voll auszunutzen, sollte die Bundesregierung ihre Netzwerke effektiver nutzen, Mediationsprozesse langfristig finanzieren, auch unliebsame Verhandlungspartner einbeziehen, Kapaz...
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                  “In der Friedensmediation ist Deutschland ein Schwergewicht mit schlummernden Potenzialen. Um diese voll auszunutzen, sollte die Bundesregierung ihre Netzwerke effektiver nutzen, Mediationsprozesse langfristig finanzieren, auch unliebsame Verhandlungspartner einbeziehen, Kapazitäten für Mediation ausbauen und ihren Einsatz für den Frieden besser kommunizieren.”  
  So lautet die Forderung im  PeaceLab-Blog , einen Projekt des  Global Public Policy Institute (GPPi)    
  Deutschland gilt weltweit als ehrlicher Vermittler und Makler in Verhandlungen und hat schon früh die Bedeutung des zivilen Krisenmanagements erkannt und seine Kapazitäten entsprechend weiterentwickelt.  „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“  ist auch der Titel der Leitlinien, die die Bundeskanzlerin im September 2017 verabschiedet hat.  
  Potenziale sind sind im Lande reichlich vorhanden, und Handlungsbedarf ist weltweit gegeben. In mehreren Ländern werden aktuell Konflikte über Kriege ausgetragen, in einige Regionen drohen kriegerische Auseinandersetzungen auszubrechen.  
  Deutschland operiert aktuell eher in den beiden Bereichen des Track 2 und Track 3 der sogenannten Multi-Track Diplomatie. Mit Track mit 2 wird die Unterstützung der Arbeit mit gesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten (religiöse Würdenträger, Wissenschaftler, regionale Machtakteure) in Form von lösungsorientierten Workshops, Konfliktmanagementtrainings, Friedenskommissionen verstanden und mit Track 3 die Unterstützung der Arbeit lokaler Friedensmissionen zum Beispiel durch psychologische Arbeit, Abbau von Vorurteilen, Konfliktmanagementtraining u.a. auf lokaler Ebene.  
    
 © fotolia | virtua73 
 
  Doch ein weitaus größeres Potential liegt vor allem in Verhandlungen mit hochrangigen militärischen und politischen Führungspersönlichkeiten, wie religiösen Würdenträgern, Wissenschaftlern, regionalen Machtakteuren: Track 1. Hier hat die Bundesregierung bereits Vermittlungserfahrungen gesammelt z. B. Im Konflikt in der Ukraine oder dem Atom-Abkommen mit dem Iran, das aktuell wieder neu, weil ohne die Vereinigten Staaten, ausgehandelt werden muss.  
  Fünf Aspekte beschreibt der PeaceLab-Blog, die die Bundesregierung angehen sollte, damit Deutschland seine Rolle in der internationalen Friedensmediation im Bereich Track 1 weiter ausbaut.  
  1. Ausbau bestehender Vernetzung   
  Es geht darum, Beziehungen und Partnernetzwerke noch weiter auszubauen, um Zugang in die Friedensarbeit zu erhalten. Beispiele bieten die erfolgreichen Aktivitäten mit gesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten und der Zivilgesellschaft in Afghanistan. Dabei ist Deutschlands wirtschaftliche und politische Stärke, sein multilaterales Engagement und die jahrzehntelange Arbeit in der Diplomatie, die Arbeit von politischen Stiftungen und die deutsche Entwicklungs­zusammenarbeit von großem Nutzen.   
  2. Langfristige Finanzierung von Prozessen    
  Für die Finanzierung von Mediationsprozessen sollte die Bundesregierung Mittel zur Verfügung stellen, die nicht nach Haushaltsjahren berechnet werden, sondern nach konkreten politischen Gelegenheiten und Gegebenheiten. Friedensprozesse kann man nicht im Voraus planen.  
  3. Diversität – Alle betroffenen Verhandlungspartner einbeziehen  
  Um erfolgreiche Friedensarbeit zu leisten, müssen alle Verhandlungspartner einbezogen werden. – auch gewalttätige nichtstaatliche Gruppen. Aber auch eher unsichtbare Akteure, zum Beispiel Frauen aus den Konfliktländern. Und das gilt ebenso für Mediationsteams und deren Zusammensetzung aus Männern und Frauen, Diplomat/innen, Abgeordneten, Mediationsexpert/innen, Wirtschaftsvertreter/innen und anderen.  
  4. Rotationssystem für Diplomat/innen aussetzen   
  Vielleicht wären auch neue Strukturen von Nutzen. Überlegungen das Rotationssystem für Diplomaten mit Mediationstätigkeit auszusetzen, könnte hier auch ein Schritt nach vorn sein.   
  Und eine einsatztüchtige „Werkzeugkiste“ mit Handlungsansätzen und Strategien wird gefordert, um die Kohärenz mit anderen internationalen Mediationsakteuren und deutschen bi- und multilateralen Ansätzen zu stärken. Instrumenten darin wären: Konfliktanalysen, inklusive Vermittlungstechniken, Akteursmappings oder die Verzahnung von Multi-Track-Ansätzen.  
  Zuvor müssen aber zuerst die strategischen Interessen, thematisch und regional, die Finanzierung sichergestellt und geeignetes Personal geschult und vorbereitet werden um dann in den Austausch mit anderen international agierenden Partnern in Mediationsprozessen zu treten, sich abzusprechen und Verantwortung zu übernehmen.   
  5. Unterstützung aus der Bevölkerung für Friedensarbeit  
  Auch wenn Krisenprävention und Mediationsprozesse eher im Hintergrund ablaufen um die Vertraulichkeit zu wahren, sollte die Bundesregierung das friedenspolitische und krisenpräventive Engagement als solches nach außen kommunizieren. Denn der Einsatz für den Frieden findet in der Bevölkerung eine breite Unterstützung.  
  Deutschland kann als politische und wirtschaftliche Mittelmacht mit Vermittlungsakteuren wie Schweiz, Norwegen, Schwedens und Finnland sowie internationaler Organisationen kooperieren und seine Erfahrungen mit einbringen.   
  Deutschland ist also mit seiner Verpflichtung zur Stärkung des zivilen Krisenmanagements und der Umsetzung eines vernetzten Ansatzes durchaus auf dem richtigen Weg. Nun sei es wichtig, auch eine Stimme zu finden, um in Konflikten weltweit aktiv und lösungsorientiert mitzureden. Jetzt gilt es, das Potential zu heben.  Mehr &amp;gt;&amp;gt;   
  Quelle:  https://peacelab.blog/2018/05/friedensmediation-deutschlands-ass-im-aermel   
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                            <updated>2018-08-06T00:00:00+02:00</updated>
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