29 Oct

Mediatoren für Frieden und Gesellschaft

veröffentlicht 29. Oktober 2014 abgelegt unter Allgemein

Pressemitteilung – Oktober 2014

Mediatoren für Frieden und Gesellschaft

6. Mediationskonferenz der DHBW Ravensburg

Am 17. und 18. Oktober fand in den Räumen der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren sowie der DHBW Ravensburg die 6. Konferenz „Mediation in a Global Village“ in Verbindung mit der 3. Negotiation Competition für Studenten der DHBW Ravensburg statt.

Zahlreiche Krisen und Konflikte erschüttern die Welt und fordern gemeinsame An-strengungen zur Friedensstiftung. Das Konferenzthema „Alternative Dispute Resoluti-on – Einsatz in Zeiten politischer Krisen“ konnte daher kaum passender für die diesjäh-rige Mediationskonferenz gewählt sein. Denn es sind nicht nur die Mediatoren gefor-dert, sich im Rahmen politischer Krisen einzusetzen, sondern die Methodik der Media-tion kann auch im politischen Bereich zu Verständnis und Konfliktbewältigung beitra-gen.

Unter der Leitung von Professor Dr. Renate Dendorfer-Ditges, Lehrprofessorin der DHBW Ravensburg, referierten vier weltweit anerkannte Mediatoren zu globalen Konfliktthemen.

Dr. Geoff Lawday aus Großbritannien, der bereits viele Male als Referent bei der Me-diationskonferenz vertreten war, gab einen historischen Überblick über den Nordirland-Konflikt von 1969 bis 1998. Er beleuchtete die beteiligten Parteien und erläuterte den langen Weg zu einer friedlichen Einigung.

Mit einem weiteren lang anhaltenden und noch aktuellen Konflikt beschäftigt sich der israelische Professor Dr. Mordehai Moti Mironi. Er berichtete über die Friedensver-handlungen im Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina sowie seine Tätigkeit als anerkannter Mediator. Professor Mironi wies in seinem Vortrag deutlich darauf hin, dass Konflikte nicht nur zwischen den offensichtlichen Streitparteien brodeln, sondern ebenso bei den Mitgliedern der Streitparteien untereinander.

Die aus Kiev stammende Ukrainerin Vladyslava Kanevska beschrieb die intensiven Bemühungen, in dem andauernden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln. Mit ihren Kollegen baut sie derzeit „Circles of Trust“ in den Krisenregionen der Ukraine auf. Diese Einrichtungen bieten den Betroffenen Raum, sich mit der Ge-genseite an einen Tisch zu setzen und über die jeweiligen Empfindungen in dieser angespannten Situation zu sprechen.

Zum Abschluss erläuterte Chitra Radhakishun, Manager des UNCTAD Project on Dispute Settlement in International Trade, Investment and Intellectual Property, aus Genf kommend, wie Mediation als friedenbringendes Instrument in internationalen Verhandlungen bei der UNO eingesetzt werden kann. Sie prangerte vor allem an, dass es insoweit bislang keine monetäre Hilfe für Schwellenländer gibt und wünscht sich ein UN-internes Ombuds Office zur Unterstützung benachteiligter Staaten.

Nach den Vorträgen waren die Studenten der DHBW Ravensburg aufgerufen, sich der 3. Negotiation Competition zu stellen. In diesem Wettbewerb versuchten zwölf Teams mit bestmöglichen Verhandlungsstrategien einen Platz in der nächsten Mediations-ausbildung der DHBW zu ergattern. Sieger waren die beiden Wirtschaftsingenieurstu-denten Görkem Ugur und Moritz Augustin.
Im kommenden Jahr bietet die DHBW Ravensburg erneut das Kontaktstudium unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Renate Dendorfer-Ditges an. Interessenten können sich unter www.iwt-wirtschaft-und-technik.de über diese Mediationsausbildung informieren.

Nähere Informationen erhalten Sie bei:
IWT Wirtschaft und Technik GmbH
Anja Lindenlaub
Fallenbrunnen 2
88045 Friedrichshafen
Telefon: 07541/2077-267
E-Mail: lindenlaub@iwt-wirtschaft-und-technik.de

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