29 Jan

Wie verändert das Mediationsgesetz die Anwaltslandschaft? – Die Soldan-Studie gibt erste Hinweise

veröffentlicht 29. Januar 2016 abgelegt unter Allgemein, Mediation, Rubrik Recht

Das im Jahr 2012 erlassene Mediationsgesetz sollte alternative Streitbeilegungsmethoden fördern. Ob dies auch in der deutschen Anwaltschaft spürbar ist, versuchte eine Studie des Soldan Instituts zu ergründen.

Nur knapp die Hälfte der 1.132 befragten Anwälte konnten Mitte 2015 keine spürbaren Veränderungen in Ihrer Tätigkeit durch das Mediationsgesetz feststellen. Dies ließe die Vermutung zu, dass das Mediationsgesetz doch einen gehörigen Effekt auf das “Konfliktlösungsleben” in Deutschland gehabt hat. Allerdings hatten lediglich 14 Prozent der befragten Anwälte den Eindruck, dass das Mediationsgesetz die Bedeutsamkeit der Mediation als Konfliktlösungsmethode gesteigert hätte.

Eine klare Diskrepanz ist darüber hinaus zwischen der verhältnismäßig hohen Bereitschaft der deutschen Anwaltschaft Mediationen durchzuführen und der tatsächlichen Fallzahl, die bei 1,6 Mediationsmandate pro Jahr liegt. Es zeigt sich also, dass es noch ein deutliches Entwicklungspotenzial der Akzeptanz auf Kundenseite gibt, um der Mediation weiteren Vorschub zu leisten. Die Angebotsseite, die natürlich auch durch andere Fachrichtungen als der Juristerei vertreteb wird, scheint jedenfalls gerüstet zu sein.

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