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Wir freuen uns, dass es ab sofort ausgewählte Artikel der Zeitschrift “Die Mediation” nun auch zu hören gibt! Ab sofort werden regelmäßig besonders spannende Beiträge aktueller Ausgaben als Podcast erscheinen. Diese sind auf Soundcloud sowie demnächst auch auf Spotify zu hören. So können Sie auch von unterwegs interessante Beiträge unseres Magazins genießen. Die ersten zwei Artikel sind aus der aktuellen Ausgabe “Zwischen Lüge und Wahrheit” (3/2019).
Wie der Deutschlandfunk berichtet, haben sich rund 60 Afghanen am vergangenen Wochenende zu einer Konferenz in Doha getroffen. Diese wurde von ausländischen Mediatoren begleitet. Dabei sind nicht nur politische Vertreter und Anhänger der Taliban zusammengekommen, sondern auch Aktivisten, junge studierte Afghanen und Frauen. Allein das sei schon ein Fortschritt gewesen, so die afghanische Abgeordnete Anarkali Honaryar, welche als Privatperson anwesend war. Nach dem Treffen einigte man sich auf die „moralische Verpflichtung“ (Suhail Shaheen, Sprecher der Taliban), dass es keine zivilen Opfer mehr geben soll. Auch war zu hören, dass die Rechte der Frauen im Land „im Rahmen der islamischen Werte“[2] aufrechterhalten werden sollen. So ist es erst seit einigen Jahren auch für Mädchen möglich Schulen zu besuchen. Als großer Erfolg des Treffens wurde aber vor allem der Austausch und Kommunikationsprozess unter den Beteiligten gesehen. Es sei menschlich zugegangen, so berichtet der Deutschlandfunk mit Verweis auf Teilnehmer der Konferenz.
Die Europäische Union als Wertegemeinschaft ist derzeit von vielen Kräften bedroht – von innen wie von außen. Populisten sind weltweit auf dem Vormarsch und locken mit einfachen Konzepten, schüren Ressentiments und spalten bürgerliche Gemeinschaften wie auch ganze Staaten. Dabei kann die Lösung der großen Zukunftsfragen nur durch Verständigung, Kooperation und Zusammenhalt gelingen – in einem geeinten und starken Europa. Wenn Sie diese Ausgabe der Mediation lesen, wird die Europawahl am 26. Mai 2019 bereits erfolgt sein. Heute, da ich diese Zeilen schreibe, ist das Ergebnis dieser Wahl noch vollkommen offen. Doch schon jetzt kann ich sagen: Die Europawahl wird eine Schicksalswahl für unseren Kontinent.
Die Europäische Konferenz zur Mediation in grenzüberschreitenden Erbfällen möchte Interessierte an den Themen Erbkonflikt, Mediation bei Erbangelegenheiten, Europäische Erbrechtsverordnung sowie Cross-Border Mediation einladen. Die Tagung findet am dritten Tag des Leipziger Mediationsforums am 26. Juni 2019 in Leipzig im Rahmen des EU-Projektes FOMENTO statt. Das 5. Leipziger Mediationsforum steht unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministers der Justiz Sebastian Gemkow.
Auch in diesem Jahr veröffentlichte das Allensbacher Institut den Rolands Rechtsreport und befragte darin Bürgerinnen und Bürger, seit 2013 auch wieder die Richterschaft und Staatsanwälte zu Ihrer Meinung zum deutschen Rechtssystem und zur außergerichtlichen Streitbeilegung. Wie in den vergangenen Untersuchungen auch, wurde dabei auch der aktuelle Stand der Mediation in Deutschland beleuchtet. In diesem Jahr wurde das Forschungsdesign um die Frage zur außergerichtlichen Streitbeilegung im Allgemeinen ausgeweitet. Ein Ergebnis ist, dass 84 Prozent der Befragten bereits von außergerichtlicher Streitbeilegung gehört haben. Im Vergleich: 2018 waren es nur 74 Prozent, allerdings auch speziell in Bezug auf das Verfahren der Mediation. Auch der Erfolg von Mediationen und weiteren außergerichtliche Verfahren wurden relativ hoch eingeschätzt.
Die Autorin Antje Hermenau stellt auf der Leipziger Buchmesse ihr Buch “Ansichten aus der Mitte Europas. Wie Sachsen die Welt sehen” vor. In der neuen Ausgabe der Zeitschrift Die Mediation erscheint ein Artikel der Autorin zum Thema Identität in West- und Osteuropa. 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verschieben sich die Kraftfelder in und um Europa. Aber auch innerdeutsche Konflikte bedürfen der Analyse. Antje Hermenau, die ehemalige sächsische Grünen-Chefin, stellt in Ihrem gerade erschienenen Buch „Ansichten aus der Mitte Europas – Wie Sachsen die Welt sehen“ Sachsen in das Zentrum ihrer Betrachtungen und beschreibt mit Mutterwitz und weltoffenem Patriotismus die sächsische Seele samt den Missverständnissen und ernsthaften Meinungsverschiedenheiten zwischen Ost- und Westdeutschen, Ost- und Westeuropäern. Sie wagt Ausblicke in die Zukunft und liefert ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Bürgerverantwortung.
Gute Berater zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie eine klare Sprache sprechen. Beim Formulieren ihrer Werbeunterlagen und insbesondere ihrer Selbstportraits lassen manche Berater diese Kompetenz vermissen. Storytelling – über die Fähigkeit hierzu, sollte eigentlich jeder Trainer und Berater, Coach und Speaker verfügen, der anderen Menschen gewisse Botschaften vermitteln und sie zu einem bestimmten Verhalten motivieren möchte. Wie ausgeprägt diese Fähigkeit bei vielen Beratern – gleich welcher Couleur – ist, sieht man auch, wenn man zum Beispiel ihre Biografien liest, mit denen sie sich u.a. auf ihren Webseiten präsentieren und vermarkten. Dort erweisen sich nicht wenige von ihnen als wahre Künstler in Sachen Storytelling bzw. Biografien-basteln.
Warum läuft Mitarbeiter Huber in Situation A zu Bestform auf, während er in Situation B eher uninspiriert und unmotiviert wirkt? Über solche Dinge, die die Persönlichkeit tangieren, zu sprechen, fällt den Beteiligten in Unternehmen oft schwer. Doch es gibt Wege und Analyseinstrumente, die dabei helfen. „Was mache ich gern, was weniger gern?“ „Was motiviert mich, was treibt mich an?“ Die Antworten auf solche Fragen interessieren viele Menschen. Deshalb veröffentlichen Illustrierte häufig sogenannte Persönlichkeitstests. Besonders aussagekräftig sind diese meist nicht – müssen sie auch nicht. Denn sie dienen primär der Unterhaltung der Leser.
Am Anfang war das Wort. Für das Ende reicht heute eine WhatsApp. Jeder vierte Jugendliche im Alter zwischen 16 bis 29, dies das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom e.V.; * Link zur Pressemitteilung s.u.) hält das digital übermittelte Beziehungsaus für einen geeigneten Weg, sich aus lästig empfundener Partnerschaft zu verabschieden. Jeder Fünfte hat es schon getan. Wer keinen Stil hat, kann ihn nicht verletzen. Wie sehr das Gegenüber verletzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Empathie ist ein Fremdwort und Respekt wird von Halbstarken stets lautstark eingefordert, aber nur selten gewährt.
Krisen. Kriege. Katastrophen. Migration. Klimawandel. Dieselfahrverbot. Der Sommer zu heiss, der Winter zu lang. Nutella mit neuer Rezeptur. Shitstorm gegen den Brotaufstrich! Wer es immer schon ahnte, ist nun überzeugt: Früher war alles besser! Mangels Orientierung keine Richtung. Der Abschied von Gewohnheiten als chronische Bedrohung. Wo Halt fehlt, gedeiht Angst. Am Rand imaginärer Klippen der scheue Blick in den Abgrund.
Journalisten versuchen dem Innenleben der Justiz auf den Grund zu gehen. Vergebene Liebesmüh, meint Dr. Stefan Grüll, da schon jetzt klar ist, dass das System chronisch überlastet ist. Lange im gesellschaftlichen Off achselzuckender Selbstverständlichkeit seit Jahrzehnten ein verkümmerndes Dasein fristend, taucht das Fakten-Fakten-Fakten-Magazin FOCUS mit Beginn des Jahres in grelles Scheinwerferlicht, was die Politik von der Öffentlichkeit angenehm ungestört traditionell als fiskalischen Steinbruch zur Finanzierung der Legende von der schwarzen Null missbraucht. Die Rede ist von der Justiz.

Ein Jahr lang, „Woche für Woche“, wie Autor Göran Schattauer am 1. Januar mitteilt, wird FOCUS-Online die Justiz einem „Alltags-Check“ unterziehen und dabei der Frage nachgehen, „warum viele Menschen die Justiz nicht verstehen“ (focus.de/politik/gerichte-in-deutschland). Ein löblicher Ansatz, der aber so sinnvoll sein dürfte, wie die Armee guter Vorsätze vom Klassiker ab sofort und vollständig das Rauchen aufzugeben bis zum Meineid von nun an aber wirklich auf die Figur zu achten.
Gegen Ende des Jahres wird vielen Trainern und Beratern bewusst: Ups, ich brauche ja Aufträge fürs kommende Jahr. Entsprechend boomt dann das Geschäft der Marketingberater und -unterstützer. Alle Jahre dasselbe Ritual. Kaum sind die letzten Blätter von den Bäumen gefallen und kündigt sich die Adventszeit an, bimmelt bei den Marketingberatern für Trainer, Berater und Coaches ein, zwei Mal pro Tag im Büro das Telefon und fragen Trainings- oder Beratungsanbieter bei ihnen an, ob diese sie im Marketingbereich unterstützen könnten – oder es treffen entsprechende Mails bei ihnen ein. Monatelang herrschte zuvor, überspitzt formuliert, absolute Funkstille, doch nun schreit plötzlich alle Welt nach Beratung und Marketingunterstützung – und zwar möglichst umgehend und sofort.
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