Lesen Sie, wie der Weg zur geeinten Gesellschaft aussehen könnte, warum es sinnvoll ist, wenn Bürgerräte bei Auseinandersetzungen auf lokaler Ebene als Konfliktmediatoren agieren und welchen Beitrag Schulmediation zur nachhaltigen Lösung von Konflikten im Klassenverband leisten kann.
Machen Sie den Schnelltest und finden Sie mit nur 10 Fragen heraus, wie effektiv Sie mit Ihren Mitarbeitern und Kollegen kommunizieren. Bitte beantworten Sie die Fragen so, wie Sie selbst reagieren würden – nicht wie Sie glauben, dass man idealerweise reagieren sollte!
Wohin wird und soll sich unsere Welt drehen?! Experten aus der ganzen Welt geben Ihre Antworten. U.a. Dr. Gunter Schmidt, Prof. Dr. Gerald Hüther, Mary Catherine Bateson, Prof. Dr. Amitai Etzioni und Prof. Dr. Gernot Barth
Die Mind Changer Akademie vereint die Elite-Vordenker der weltweiten Kaderschmieden auf einer Online-Plattform. Übersetzt in 7 Sprachen. Sie sehen natürlich alles in Ihrer Sprache. Und wählen Monat für Monat jene Themen und Vortragenden aus, die Sie individuell ansprechen und sehen sich diese an, wann immer Sie wollen. So oft Sie wollen. Wo auch immer Sie gerade sind!
Vom 04.01 bis 08.01.2021 findet der erste deutschsprachige Online-Schulmediationskongress unter dem Motto „Gemeinsam für ein besseres Schulklima“ statt. Er wendet sich sowohl an Mediator*innen, die sich für den Mediationsbereich der Schule interessieren, als auch an Pädagog*innen, die erstmals mit der Mediation stärker in Berührung kommen wollen. Herausgeberin des Kongresses ist die Berliner Pädagogin und Mediatorin Dr. Christa Schäfer
Verhandlungen verbrauchen kognitive Ressourcen. Gerade wenn ein integratives Ergebnis anstrebt wird, werden von den Beteiligten möglichst viele Verhandlungspunkte miteinbezogen. Dies führt dazu, dass sich die Verhandelnden ständig erinnern müssen, wo bereits Einigungen entstanden sind und welcher Sachverhalt momentan Thema der Konversation ist. Eine Möglichkeit für die Vereinfachung dieses Umstandes ist die Nutzung von Objekten zur Repräsentation von Verhandlungsinhalten (vgl. Harnack / Mühlenberend 2017). Geeignete Objekte sind beispielsweise kleine Holzscheiben mit zwei verschiedenfarbigen, beschreibbaren Seiten. Dabei repräsentiert jede Holzscheibe einen Verhandlungsgegenstand, und die nach oben liegende Seite indiziert den Status desselben (gelb = noch zu verhandeln, grün = Einigung erzielt).
Zum erfolgreichen Verhandeln gehört mehr als reines Kalkül. Es ist auch Arbeit auf emotionaler Ebene nötig, denn empirische Untersuchungen zeigen, dass mit einem positiv gestimmten Verhandlungspartner der eigene Verhandlungserfolg größer wird. Sympathie ist ein guter Auslöser von positiven Gefühlen und nicht schwer zu erreichen. Ein erstes, meist positives Urteil über unser Gegenüber fällen wir in wenigen Sekunden, aber wie kann man Sympathie aktiv fördern?
Zunehmend befassen sich Forscher mit der Verbindung zwischen Körper und psychischen Variablen. Dabei wird deutlich, dass nicht nur die Psyche den Körper beeinflusst, sondern auch der Körper auf die Psyche wirkt. Einstellungen, Emotionen und Handlungen können sowohl durch die eigene Körperhaltung als auch über eine metaphorische Darstellung ausgedrückt und beeinflusst werden. Darüber hinaus zeigt die psychologische Forschung zur Grounded-Cognition-Theorie, dass die Wirkung von bestimmten motorischen Handlungen und Körperpositionen – sogar unbewusst – einen verstärkenden Einfluss auf das eigene geplante Verhalten hat. In diesem Rahmen stellen wir Ihnen zwei Ansätze vor, die innerhalb der Mediation genutzt werden können:
Wie fahren Sie das beste Verhandlungsergebnis ein, wenn Ihr Verhandlungspartner das Etikett „harter Hund“ trägt? Bauen Sie bei Ihrem Gegenüber Druck auf in der Hoffnung, dass seine Verhandlungsstrategie zusammenbricht? Vorsicht! Das massive Unterdrucksetzen eines harten Hundes birgt das Risiko, dass dieser seine maximalen Reserven mobilisiert, Widerstand leistet und sich noch stärker in die Leine hängt. Ist diese gerissen, avanciert eine konstruktive Verhandlung zum Ding der Unmöglichkeit.
Das elfte Strategem besagt, dass man ein weniger wichtiges Ziel (hier: den Pflaumenbaum) opfert, um sein Hauptziel (hier: den Pfirsichbaum) zu erreichen. Angelehnt an das Integrative Phasenmodell der Verhandlungsführung von Hüffmeier und Hertel (2012) ist es bei Verhandlungen zunächst wichtig, sich selbst darüber klar zu werden, was die persönlichen Prioritäten sind, also was der Pflaumenbaum und was der Pfirsichbaum ist. In der Verhandlungssituation sollten sich die Parteien dann gegenseitig über den persönlichen Pflaumen- und Pfirsichbaum informieren.
Die Planung und Realisierung von Großprojekten in Deutschland, insbesondere solchen der öffentlichen Hand, stößt auf immer größere Schwierigkeiten. In der öffentlichen Wahrnehmen stehen dabei häufig die Reaktionen betroffener Bürger im Vordergrund. Aber nicht nur die verstärkte Auseinandersetzung it sogenannten Wutbürgern fordert die Vorhabenträger heraus. Es ist offensichtlich, dass die Art und Weise, wie in Deutschland im öffentlichen Sektor Großprojekte geplant, ausgeschrieben und realisiert werden, zunehmend dazu führt, dass sich alle Projektbeteiligten mit juristischer Unterstützung gegenseitig bekämpfen und das gemeinsame Projektziel damit aus dem Blick gerät. Kosten und Termine laufen in der Folge aus dem Ruder. Dieser Beitrag versucht beide Phänomene zu beleuchten und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit ihnen zu geben.
Wenn es um Groß- und Infrastrukturprojekte geht, dann begegnet man in Deutschland seit einiger Zeit eine Gruppe von Bürgern, die sich mit gewisser Erregung und meist großem fachlichen Wissen verbunden mit Protesterfahrung, erworben oft in jungen Lebensjahren, gegen diese Projekte stellen. Diese Gruppe soll hier näher betrachtet werden und zwar unter der Fragestellung, wie Vorhabensträger oder Mediatoren letztendlich mir ihr umgehen können.
Im Fokus des zehnten Strategems steht der emotionale Gesichtsausdruck. Es wird empfohlen, den Feind durch ein Lächeln in Sicherheit zu wiegen, um ihn dann im Moment der Schwäche anzugreifen. Grundlage dafür ist die Erkenntnis, dass Emotionsausdrücke affektive Reaktionen beim Gegenüber hervorrufen und so dessen Verhalten beeinflussen. Smith und Scott (1997) resümieren: „The face has the only skeletal muscles of the body that are used, not to move ourselves but to move others.“ Aber ist der „Dolch hinter dem Lächeln“ auch im Verhandlungskontext empfehlenswert? Wie so oft: Es kommt darauf an!
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